Tierarztbesuche

Auch die Schweine und die Ratten vom Sägewerk werden mal krank. Soetwas sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, aus einfachem Schnupfen kann manchmal eine schlimme Lungenentzündung werden und dann sind die Süßen nurnoch wenige Schritte vom Tod entfernt...

 

Hier kannst du nachlesen, was die Tiere vom Sägewerk in den letzten Jahren an Krankheiten hatten, wie es behandelt wurde und wie man den Tieren ganz einfach auch selbst helfen kann.

Wir beginnen mit Flocke, die im August 2012 einen Tumor hatte. Natürlich hatten die Tiere vorher auch Krankheiten, aber das liegt zu weit zurück, als dass alles dokumentiert wurde.

 

- Charly

August 2012 :           Flocke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

September 2012:   Charly und

                                        Barney

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dezember 2012:      Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2013:                   Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2013:                  Barney

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

August 2013:           Finn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

November 2013:   Finn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dezember 2013:   Laila

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April 2014:            Prye

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2014:               Prye

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2014:               Rufus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oktober 2014:     Ronja

Zwischen Flockes Hals und ihrem linken Vorderbein wurde ein Milchdrüsentumor in Kirschgröße festgestellt. Da diese Tumorart schnell wächst und im Ernstfall größer als die Ratte selbst werden kann, sollte man schnell handeln. Sie wurde operiert und starb dabei tragischerweise.

Die Operation kostete insgesamt 120 Euro

 

Die beiden Dicken mussten kastriert werden, weil sie sich sonst nicht richtig verstanden hätten, durch einen Hormonüberschuss. Männliche Meerschweinchen können in einer Gruppe am besten harmonieren, wenn sie kastriert wurden. Die Operationen kosteten insgesamt 45 Euro pro Tier

 

Coco hatte Ballenabzesse, die man bei Ratten "Bumblefood" nennt. Zu Anfang hat Isa versucht, sie mit regelmäßigem Eincremen, Antibiotika und gepolsterten Etagen in den Griff zu bekommen, aber irgendwann wurden die Bumbles so groß, dass der Tierarzt herangezogen wurde.

Aufgrund des hohen Alters von Coco, konnte er ihre Füße leider nicht mehr operieren und sie taten ihr bestes, um die Bumbles am wachsen zu hindern. Was leider nicht gut funktionierte....

Kosten insgesamt ca. 100 Euro (durch das viele Salben..)

 

Im Juni hatte Coco eine Mittelohrentzündung, ihre Bumbles waren größer geworden und sie hatte an Gewicht verloren. Ihr wurden Tropfen für's Ohr verschrieben und Antibiotika.

Leider verschlechterte sich ihr Zustand stark nach einigen Tagen, sie lief im Kreis herum, sabberte und würgte viel. Isa fuhr sofort zum Tierarzt und sie musste leider eingeschläfert werden.

 

Ebenfalls im Juni 2013 hatte Barney plötzlich gelähmte Hinterbeine. Zu Anfang konnte er sie noch teilweise bewegen, aber er zog sie zunehmend nur noch hinter sich her. Der Tierarzt vermutete, dass er entweder einen Schlaganfall hatte oder dass er von einem Haus oder ähnlichem gesprungen war und sich deswegen an der Wirbelsäule verletzt hatte.

Aufgund dieser Lähmung musste Isa Barney mehrmals täglich baden und behandeln. Das alles half jedoch nichts, einige Tage später krochen hunderte Fliegenmaden aus Barneys Hintern und es stand fest: Barney musste mit gerade mal einem Jahr eingeschläfert werden, weil sein Darm zerfressen war. Die Kosten betrugen für alles ingesamt 80 Euro.

 

Im August, als Barney erst kürzlich aus der Gruppe geschieden ist, gab es ganz üble Rangstreitigkeiten zwischen Rufus und Finn. Finn hatte sich eine bessere Position in der Gruppe erhofft und hat Rufus herausgefordert. Dabei wurde er in die Ecke gedrängt und ganz schlimm gebissen.

Isa war zu dem Zeitpunkt im Urlaub, aber als sie kurze Zeit danach wieder zuhause war und die Mannschaft begrüßte, fiel ihr die verkrustete Stelle sofort auf.

Doch wie schlimm es wirklich war, ahnte niemand:

Die Stelle war nicht nur verkrustet, sondern auch schlimm vereitert (was man gerochen hat...).

Beim Tierarzt angekommen musste die Wunde geöffnet und gespült werden. Isa musste die Wunde dann jeden Tag öffnen, spülen und eincremen. Zusätzlich hat Finn Antibiotika bekommen und wurde unterstützend gepäppelt.

Das alles hat zusammen 95 Euro gekostet und Finn ist an dieser Stelle ein Jahr später immernoch empfindlich.

 

Der Kleine Finn ist äußerst anfällig für Magen-Darm-Krankheiten. Vor allem, was die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln angeht.

Es ist ja bekannt, dass man Meerschweinchen "unbekanntes" Futter erst langsam anfüttern muss, was Isa auch liebevoll durchgeführt hat.

Kohlrabiblätter wurden von uns allen sehr geliebt und es wurden auch immer nur kleine Mengen gegeben, weil man bei Kohl sowieso immer sehr vorsichtig sein muss. Doch Finn hat diese geringe Menge an Blättern schon gereicht und er hatte schrecklichen Durchfall.

Durchfall ist bei so kleinen Wesen etwas sehr schlimmes, da sie sehr leicht daran sterben können.

Isa und ihre Mama haben sich rührend um Finn gekümmert, sie sind abwechseln im Rhytmus von zwei Stunden aufgestanden, um ihn zu päppeln, weil er nichts fressen wollte - auch nachts.

Es gab regelmäßig Wasser, Kamillentee, Schmerzmittel, Päppelfutter, Aufbaumittel für den Darm, Infusionen, etc.

Nach zwei Wochen hatte Finn das alles gut überstanden. Die Kosten waren wegen der vielen Besuche und den Infusionen entsprechend hoch: 130 Euro.

 

Einen Monat nach dem Einzug von Laila und eine Woche vor Weihnachten hatte sie einen Milchleistentumor. Wie bei Flocke, wachsen solche Tumore sehr schnell, sind dafür aber leicht zu operieren.

Isa hat lange nach dem richtigen Tierarzt für so eine Operation gesucht, weil sie Angst hatte, dass Laila sterben könnte. Als sie den richtigen gefunden hatte, wurde Laila einen Tag vor Weihnachten auch schon operiert. Durch die Feiertage hatte der Arzt keine Zeit und gab ihr schon im Voraus eine Creme mit, die gegen eine mögliche Entzündung der Wunde gedacht war.

Selbstverständlich zog sich Laila alle Fäden, sodass die Wunde tagelang offen war und sich dann auch leicht entzündete. Ansonsten verlief alles super und Laila überstand alles sehr gut. Schon 10 Tage nach der Operation war die Wunde fast zu.

Die Operation, die damit einhergehenden Untersuchungen und die Creme haben insgesamt 65 Euro gekostet (was wirklich günstig ist).

Um niemanden zu verschrecken, ist kein Bild der offenen Wunde zu sehen, dafür ein "harmloseres".

 

Die sowieso schon angeschlagene Prye hatte Ende April 2014 einen schlimmen Erstickungsanfall.

Stark behindert durch ihre Hinterhandslähmung und dünn, fast taub und fast blind durch ihr hohes Alter lebte sie hier am Sägewerk. Doch als sie einen fast zweistündigen Anfall hatte, fuhr Isa sofort mit ihr zum Arzt. Sie bekam eine Aufbauspritze und Tabletten, damit ihre allgemeine Befindlichkeit verbessert wurde.

Das zusammen hat insgesamt 65 Euro gekostet (zumal der Erstickungsanfall um 22 Uhr abends war.)

 

Da Prye immer häufiger Anfälle bekam und sie in den Momenten Todesängste durchstehen musste, hat Isa beschlossen, dass es besser ist, sie einschläfern zu lassen. Sie hatte ein schönes Leben, wenn auch zuletzt mit vielen Einschränkungen.

Die Kosten für die "letzte Behandlung" von Prye waren 15 Euro.

 

Im Juni kam Isa abends nach der Arbeit zu uns an den Schweinekäfig füllte Heu auf. Wir alle futterten gemütlich, als sie plötzlich bemerkte, dass in dem Auge von Rufus ein kleiner Heuhalm steckte und dass er sein Auge immer wieder zukniff. Sofort holte sie ihn raus und sah, dass die hintere Seite des Auges milchig aussah, das Auge war gerötet und tränte.

Sofort packte sie Rufus ein und fuhr zum Tierarzt.

Wie schon vermutet, handelte es sich um eine Bindehautentzündung. Der Tierarzt untersuchte das Auge, in welches er vorher eine gelbe Lösung tropfte, um unter einem bestimmten Licht die Verletzung sehen zu können.

Isa bekam eine Augensalbe und nach 7 Tagen sah das Auge schon sehr viel besser aus. Glück gehabt, mit Augenverletzungen ist nicht zu Spaßen!

Die Kosten von der Salbe und den beiden Arztbesuchen betrugen 58 Euro.

 

Im September 2014 bekam die kleine Ronja eine Ohrenentzündung. Daraufhin bekam sie Ohrentropfen, die aber nicht viel brachten. Die Ohrenentzündung (so vermutet Isa) stammt von einer verschleppten Erkältung, da es sich um den gleichen Typ Bakterien handelt.

Eine Woche später bekam die Kleine eitrigen Ausfluss aus der Gebärmutter, der nicht mehr zu stoppen war. Auch dieser Typ Bakterien war vermutlich der gleiche, wie von der Erkältung und der Ohrenentzündung.

Isa hatte drei Möglichkeiten:

1. Die Gebärmutter wird

    operativ entfernt.

    Erfolgschance: 100%

    Überlebenschance: 50%

2. Es wird ein "Abtreibungs-

    mittel" gespritzt und Ronja

    wird mit Medikamenten

    versorgt.

    Erfolgschance: 20%

    Überlebenschance

     kurzzeitig: 90%

     Chance gesamt: 10%

3. Ronja wird eingeschläfert.

 

Zuerst wurde die zweite Möglichkeit in Angriff genommen, doch nach einer Woche stellten Isa und der Tierarzt fest, dass es keinen Sinn mehr hatte (obwohl Ronja normal fraß und trank) und sie süße Maus wurde eingeschläfert.

Die Kosten betrugen insgesamt ca. 65 Euro.